Abnormal gut: Transformation positiv planen und gestalten

Organisationen sind häufig viel besser als ihr Ruf. Nur kommen sie nicht immer dazu, das auch zu zeigen: Hier wird über das Software-Update gemosert, da ist die Organisationsreform noch nicht weit genug, dort müsste Geschäftsmodell X oder Kundenbindungsstrategie Y konsequenter umgesetzt werden. Wozu und wie Ansätze aus Positiver Psychologie und Leadership bei der Transformation hilfreich sein könnten dazu hier fünf Anregungen:
Lust machen auf Wandel
Viele Change-Kommunikatoren glauben, dass sie mit Angst- und Schreckensszenarien Mitarbeitenden klar machen müssen und können, warum es so, wie man bisher gearbeitet hat, auf keinen Fall weitergehen kann. Von vorhandenen Stärken, von Visionen, von Ressourcen ist kaum die Rede. Das schwächt oft die Motivation und schafft Changeitis Reaktanz und Widerstand gegen Veränderungen. Ein attraktives Hin-zu formulieren wird häufig vergessen, allzu oft wird nur auf das (vermeintlich) dysfunktionale und überholte Weg-von fokussiert. Wie wäre es denn anders, wenn Veränderungsplan A oder Transformationsprojekt X erfolgreich absolviert wäre? Wer hätte alles was davon?
Gold im Schatten suchen und finden
Als Forschende vor einigen Jahren in Bolivien der Kleinwüchsigkeit von Kindern auf der Spur waren, machten einige eine interessante Beobachtung: In manchen der Familien gab es zwar genau das gleiche übliche Essen wie in den anderen: einen Eintopf aus Karotten, Trockenfisch und Kartoffeln. Aber in einigen dieser Familien wurde den kleinen Kindern systematisch vom Boden des Suppentopfes ausgeschöpft. Und dieses kleine bisschen mehr an Nahrung führte dazu, dass in diesen Familien die Kinder gröer und kräftiger waren. Das ist die Systematik der so genannten konstruktiven oder positiven Abweichung: Bewusst auf jene Einheiten schauen, in denen die Umsätze höher, die Fehlerquoten niedriger, die Kündigungsraten geringer sind als anderswo. Und von diesen zu lernen. Transformation schaut häufig in die andere Richtung: Wo es (vermeintlich) am schlimmsten ist, geht am meisten Energie hin. Wechseln Sie doch die Blickrichtung und schauen mal auf die Bereiche von berperformance: Was machen die anders, besser, erfolgreicher? Was ist von ihnen zu lernen?
Qualitätsverbindungen stärken
Online-Konferenzen, Messenger-Dienste und so weiter: Zwar sind wir heute technologisch besser miteinander vernetzt als je zuvor. Gleichzeitig nehmen die Gefühle von Isolation und Vereinsamung zu gerade auch im Unternehmenskontext, da sich die Menschen schlicht weniger physisch begegnen als noch vor zwei, drei Jahren. Und das dürfte so bleiben. Um so wirksamer und umso bedeutender ist es, dass Führungskräfte die so genannten High Quality Connections (HQCs) fördern: kurze, bewusste Momente bewusster sozialer Interaktion, die das Wohlbefinden, die Kreativität und die Widerstandsfähigkeit im Umgang mit Herausforderungen fördern. Regelmäige Check-Ins in Meetings, wo es mal nicht nur um Zahlen, Daten, Fakten geht; gemeinsame Fun-Aktivitäten, in Präsenz oder remote; ausgiebige Onboarding-Rituale, die dem vertieften sozialen Ankommen dienen: Das sind alles Möglichkeiten, um Qualitätsverbindungen auch und gerade in der Transformation zu vertiefen.
Ziele mit Zug
Wer nicht wei, wohin er will, braucht sich nicht zu wundern, wenn er irgendwo ankommt, soll Mark Twain einmal geschrieben haben: Ziele fokussieren nicht nur unsere Aufmerksamkeit auf die Zukunft, sie zeigen nicht nur die Richtung an, in die wir wollen sie ziehen uns auch dort hin. Gute Ziele können echte Motivationsbooster in Veränderungssituationen sein, vor allem, wenn sie als Annäherungsziele formuliert sind, die unser Belohnungssystem im Gehirn aktivieren statt der häufig aufgestellten Vermeidungsziele, die eher das Bedrohungssystem ansprechen. Was ist anders, wenn wir X oder Y erreicht haben? Woran stellen wir wann Fortschritt in die gewünschte Richtung fest? Und wie und wann kalibrieren wir die Ziele nach? Das könnten sinnvolle Fragen für das Aufstellen und Verfolgen von Zielen sein.
Tadaas statt nur Todos
Angenommen, Sie bekommen von Ihrem Lieblingscafé einen Gutschein für einen Frei-Kaffee, wenn Sie zehn Kaffees geordert haben und Ihre Nachbarin bekommt die gleiche Prämie nach zwölf Kaffees, aber auf deren Bon sind bereits zwei abgestempelt: Wer von Ihnen beiden wird schneller die Prämie erreichen? Studien zufolge, die genau das untersucht haben, müsste es Ihre Nachbarin sein. Denn Fortschritt fördert Fortschritt, unser Commitment zur Erreichung von Zielen steigt in der Regel, je mehr wir ihnen näherzukommen scheinen. HR und Führung sollten daher nicht immer nur auf das schauen, was noch fehlt, woran es noch hapert, auf die ToDos. Sondern sie sollten auch, wenn sie Veränderung stärken wollen, die Taadaaas feiern, die Fortschritte, das Weiterkommen! Viel Erfolg und Freude dabei!
FAQ
Digital transformation is about redesigning how organizations operate, compete and create value in a rapidly evolving environment.
However, AI only delivers transformative impact when it is integrated into workflows, leadership practices and cultural norms. Without behavioral change and organizational redesign, AI remains a powerful tool with limited strategic impact.
When embedded effectively, AI strengthens innovation and increases agility, making it both a catalyst and a core capability within digital transformation.
Assessing AI readiness goes beyond evaluating technical infrastructure. It requires examining leadership alignment and organizational capability for change.
Businesses should consider:
- Do leaders share a clear and consistent vision for AI?
- Are workflows and roles being redesigned to integrate AI effectively?
- Do managers have the skills to guide their teams through uncertainty?
- Are employees confident in using AI responsibly and strategically?
- Is there a structured plan to support behavioral change over time?
AI readiness is as much about mindset and capability as it is about technology, since organizations that are prepared to invest in leadership development, change agility and performance measurement are significantly better positioned to translate AI ambition into sustained results.
The biggest challenges of AI adoption are rarely technical. They are behavioral and organizational. Common barriers include cultural resistance, fear of being replaced, lack of clarity around expectations and insufficient leadership alignment.
Many organizations underestimate the need for sustained reinforcement. A one time rollout or training program is rarely enough. Without ongoing support, accountability and reflection, initial enthusiasm fades and adoption plateaus.


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