Der Wechsel vom Training zum Coaching: Die beste Entscheidung

In diesem Artikel schildert Morgan Hyonne, Senior Behavioural Scientist bei CoachHub, seine persönliche Erfahrung zum Thema Training und Coaching. Dabei erläutert er im Detail, warum es für Ihn die beste Entscheidung war, in die Welt des Karrierecoachings zu wechseln.
Warum ich die Welt des Trainings für Coaching verlassen habe
In den letzten zehn Jahren bestand meine Hauptaufgabe darin, Mitarbeitende von Start-ups zu einer Reihe von Themen am Arbeitsplatz zu schulen, wie z.B. Workshops zu den Themen Entwicklung von Führungskompetenzen oder Kreativität. Ich beobachtete bei den Schulungen, wie sich Fähigkeiten bei den Teilnehmenden entwickelten, wie Sie gemeinsam den Theorien folgten und an praktischen bungen arbeiteten.Für mich und mein L&D-Team war es jedoch immer schwierig, den Lernerfolg nachzuweisen und den Return on Investment unserer Schulungen zu demonstrieren. Dieses Problem löste sich auf, als ich erkannte, dass Coaching eigentlich eine viel effektivere Methode der Personalentwicklung ist, die von den Mitarbeitenden auch viel mehr geschätzt wird. In meinem Erfahrungsbericht, werde ich erklären warum.
Kurzzeitgedächtnis vs. Langzeitergebnis
Als ich sagte, dass ich von Beruf Psychologe und Trainer bin, wurde mir selten gesagt: Ich habe diese und jene Schulung besucht und sie hat mein Leben verändert. Mir war das manchmal fast ein wenig peinlich und ich hatte Angst, vorschnell beurteilt zu werden. Um möglichen Kritikpunkten aus dem Weg zu gehen, habe ich alles getan, um Trainingseinheiten mit viel Interaktion zu ermöglichen. Auf diese Weise konnte ich die Bindung zu den Teilnehmenden stärken. Trotz dieser Bemühungen ist es jedoch leicht, sich von einer Schulung zur nächsten zu stürzen, bevor man das gelernte Wissen überhaupt angewendet hat. Die Lernerfahrung gerät somit schnell wieder in Vergessenheit.In der kognitiven Psychologie wurde die Untersuchung des Gedächtnisses lange Zeit als herausfordernd angesehen. Das Vergessen beginnt relativ schnell nach dem Training und die Erinnerungsfähigkeit nimmt dann mit der Zeit immer mehr ab. Die Forschung empfiehlt daher, das Gelernte vier- oder fünfmal zu wiederholen, um den Groteil des erlernten im Langzeitgedächtnis abzuspeichern: Zum Beispiel direkt nach der Schulung, am Abend, eine Woche später und im folgenden Monat. Aber wer macht das wirklich? Diese Korrelation zwischen Gedächtnis und Zeit wurde bereits vor mehr als einem Jahrhundert durch die Ebbinghaus-Kurve gut beschrieben.Coaching hat jedoch die Funktion, das Gelernte zu vertiefen und dabei das Ziel im Blick zu behalten. Anhand eines zuvor gemeinsam erstellten Entwicklungsplans entwickelt der Coach die Gespräche der einzelnen Sessions. Ihm wird dabei auch eine Erinnerungsfunktion zu teil: Er hilft das Ziel zu erfassen und begleitet auf dem Weg dorthin. Um sich ernsthaft mit seiner persönlichen Entwicklung zu beschäftigen, ist es sehr viel effektiver und angenehmer, sich mit einer Vertrauensperson wie dem Coach auseinander zu setzen, als beispielsweise mit einem Ich habe verstanden-Kästchen, das bei E-Learning-Modulen angekreuzt werden muss.
Betriebliches Training vs persönliches Coaching
Schulungen oder Workshops haben den Vorteil, dass diese in einer Gruppenumgebung durchgeführt werden, um eine gröere Wirkung zu erzielen. Nachteile können jedoch sein, dass es sich einige Teilnehmende leicht machen und zum Beispiel den Inhalten nicht die nötige Aufmerksamkeit schenken. Oder wiederum motiviertere Personen nicht die Aufmerksamkeit des Trainers erhalten, die sie für die Aufnahme und zum Verständnis der Inhalte brauchen.Folglich ist das Training selten an die individuellen Bedürfnisse angepasst oder in Kontinuität mit der Arbeitsrealität aufgebaut. Zudem müssen die Schulungen regelmäig neu bewertet werden, da ihr Inhalt schnell veraltet ist. Dabei gibt es zum Beispiel auf dem französischen Markt laut DARES mehr als 63.000 Schulungsorganisationen. Warum also ein solcher Hype trotz der genannten Grenzen und Nachteile? Der Unterschied von Training und Coaching wird in einem Punkt besonders deutlich: Beim Coaching kann der Coachee über seine eigenen und persönlichen Ziele sprechen. Des weiteren erhält er die volle Aufmerksamkeit seines Coaches.
Die Qualität der Beziehung zwischen Coach und Coachee ist der stärkste Prädiktor für den Coaching-Erfolg
Ich habe während meiner Berufslaufbahn viele Kolleg:innen und Freunde kennengelernt, die aus Angst vor Veränderungen nicht bereit waren, einen Coach einzuschalten. Denn in der Tat führt Coaching zu Veränderungen und wie wir wissen kann das Unbekannte auch Angst machen. Diese Menschen hätten es sehr nötig gehabt, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, um ihre persönlichen Probleme anzugehen. Dies hätte allerdings die Bereitschaft erfordert, auch in die Tiefe zu gehen
« Man kann entweder die Welt verändern oder sich selbst. Die zweite Option ist die schwierigere der beiden Möglichkeiten »Mark Twain (Schriftsteller)
Ist das also das Ende des Trainings? Nein. Um Beschäftigte eines Unternehmens in der persönlichen Entwicklung zu fördern, ist es allerdings unerlässlich, zu fragen, wie der Nutzen von Coaching zu einem Wettbewerbsvorteil wird. Zum Beispiel ist das Hinzufügen von Coaching-Modulen als Teil eines Führungskräfte-Trainingsprogramms eine gute Möglichkeit um Gelerntes zu festigen und Mitarbeitenden den entscheidenden Schritt in Richtung Führung zu erleichtern.Dies wurde vor mehr als 20 Jahren deutlich, als Wissenschaftler (Olivero und co, 1997) 31 Manager:innen ein Führungskräftetraining mit anschlieendem achtwöchigen Einzelcoaching angeboten haben. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das Training in Kombination mit Coaching-Sitzungen die Produktivität dieser Führungskräfte um 88 % erhöhte; im Vergleich zu 22,4 % ohne Coaching.Tatsächlich haben in jüngerer Zeit weitere Wissenschaftler (Rekalde, Landeta und co, 2017) herausgefunden, dass unter allen Methoden der Kompetenzentwicklung das Executive Coaching am effektivsten für Verhaltensänderungen ist. Wurde Coaching im Jahr 2013 noch zu 26 % als relevanter als andere Methoden für die Entwicklung von Menschen am Arbeitsplatz angesehen, so steigt dieser Wert im Jahr 2018 auf 49 %.Meiner Erfahrung nach war Coaching oft die bevorzugte Initiative der Programme, die ich aufgebaut habe. Die Teilnehmenden erwarteten daraus mehr, ebenso wie ihre Führungskräfte. Coaching bringt viel häufiger einen Aha-Moment hervor, weil es mehr auf die Person, ihren beruflichen Kontext und ihre individuellen Bedürfnisse sowie Herausforderungen im Berufsalltag ausgerichtet ist. Aus diesem Grund werden meine Beratungen als Coach und Strengths Finder mehr geschätzt und besser bewertet als meine Trainings.
Der Wechsel zu CoachHub machte für mich Sinn
CoachHub bietet individuell auf die Bedürfnisse angepasste und mageschneiderte Coaching-Programme als Ergänzung zu bestehenden Trainings oder als eigenständiges Personalentwicklungs-Tool. Dadurch ist es möglich, das Lernen zu festigen und mit gröerer Wahrscheinlichkeit und Sicherheit die Ziele des Einzelnen zu erreichen. All dies geschieht online per Video-Sessions und mit Hilfe von künstlicher Intelligenz, um ein besseres Matching zwischen Coachee und Coach zu gewährleisten. Insbesondere in einer Welt in der die Digitalisierung immer wichtiger wird.Sie möchten mehr zum Thema erfahren? Kontaktieren Sie uns gerne. Wir freuen uns über den Austausch und stehen Ihnen bei Fragen zur Seite. Quellen:Olivero, G., Bane, K. D., & Kopelman, R. E. (1997). Executive coaching as a transfer of training tool: Effects on productivity in a public agency. Public personnel management, 26(4), 461-469.Rekalde, I., Landeta, J., Albizu, E., & Fernandez-Ferrin, P. (2017). Is executive coaching more effective than other management training and development methods? Management Decision.XING Coaches + Trainer (2018). Coaching: Erfolgreiches Instrument der Personalentwicklung?. 1-18.
FAQ
Künstliche Intelligenz verändert die tägliche Arbeit in vielen Unternehmen und Arbeitsbereichen. Führungskräfte nutzen KI, um fundiertere Analysen und bessere Entscheidungsgrundlagen zu erhalten. Manager setzen sie ein, um die Produktivität ihrer Teams zu steigern. Mitarbeitende verwenden KI, um Routineaufgaben zu automatisieren oder neue Ideen zu entwickeln.
Dennoch besteht häufig eine Diskrepanz zwischen der aktuellen Nutzung von KI dem tatsächlichen Potenzial. In vielen Unternehmen wird KI in bestehende Abläufe integriert, ohne diese grundlegend zu überdenken. Ein Großteil der Prozesse bleibt auch nach der Einführung von KI unverändert. Das führt zu Spannungen: Mitarbeitende sollen eine transformative Technologie einsetzen, arbeiten jedoch weiterhin in Strukturen, die nicht auf deren Nutzung ausgelegt sind.
Die nächste Entwicklungsstufe von KI im Arbeitskontext erfordert daher mehr als die Einführung einzelner Anwendungen. Sie setzt ein systematisches Überdenken von Prozessen, eine Anpassung von Rollenbildern und die konsequente Verankerung von KI im täglichen Handeln voraus. Der eigentliche Wandel entsteht erst dann, wenn KI kein Zusatzinstrument mehr ist, sondern integraler Bestandteil des Denkens, Entscheidens und Handelns in Teams wird.
Assessing AI readiness goes beyond evaluating technical infrastructure. It requires examining leadership alignment and organizational capability for change.
Businesses should consider:
- Do leaders share a clear and consistent vision for AI?
- Are workflows and roles being redesigned to integrate AI effectively?
- Do managers have the skills to guide their teams through uncertainty?
- Are employees confident in using AI responsibly and strategically?
- Is there a structured plan to support behavioral change over time?
AI readiness is as much about mindset and capability as it is about technology, since organizations that are prepared to invest in leadership development, change agility and performance measurement are significantly better positioned to translate AI ambition into sustained results.
The biggest challenges of AI adoption are rarely technical. They are behavioral and organizational. Common barriers include cultural resistance, fear of being replaced, lack of clarity around expectations and insufficient leadership alignment.
Many organizations underestimate the need for sustained reinforcement. A one time rollout or training program is rarely enough. Without ongoing support, accountability and reflection, initial enthusiasm fades and adoption plateaus.




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