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Generativität vs. Stagnation: So steigern Sie den Leadership-Wert und die Beiträge von Mitarbeitenden

CoachHub · 8 December 2022 · 6 min read

Ältere Millennials, die Generation X und junge Boomer, die Anzeichen von Bequemlichkeit am Arbeitsplatz zeigen, haben möglicherweise das Bedürfnis, in ihrem privaten oder auch beruflichen Umfeld das Gefühl zu haben, dass sie gebraucht werden. Menschen zwischen 40 und 65 Jahren haben nämlich eine neue psychosoziale Entwicklungsstufe erreicht. In dieser Phase haben ihre Beiträge eine enorme Bedeutung für die Welt. Und Unternehmen können das Wachstum dieser Personen so fördern, dass sowohl das Unternehmen als auch die jeweilige Einzelperson davon profitieren können.

In diesem Blogbeitrag erläutern wir Ihnen dieses Entwicklungsstadium. Wir klären den Unterschied zwischen Generativität und Stagnation und legen dar, wie beide Phasen am Arbeitsplatz in Erscheinung treten und wie Unternehmen ein generatives Mindset fördern können.

Definition: Generativität vs. Stagnation

Generativität ist eine Phase, in der eine Person mittleren Alters Verhaltensweisen zeigt, die der Gesellschaft von Nutzen sind oder künftigen Generationen einen Mehrwert bieten.In dieser Phase leisten die Menschen ihren Beitrag, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

Stagnation ist das Gegenteil von Generativität. Dieses Stadium bezieht sich auf Verhaltensweisen in der Mitte des Lebens, die von Bequemlichkeit und Gleichgültigkeit im Beruf und in psychosozialen Beziehungen geprägt sind.

Generativität vs. Stagnation ist das siebte Stadium von Erik Eriksons Theorie der psychosozialen Entwicklung.

Eriksons acht Stadien der psychosozialen Entwicklung

Erik Eriksons Theorie legt nahe, dass sich die Persönlichkeit zwischen Geburt und Tod in einer vorbestimmten Weise entwickelt. Laut Erikson erleben Individuen bestimmte Situationen, in denen ihre psychischen Bedürfnisse mit den Bedürfnissen der Gesellschaft im Konflikt stehen.

Die Art und Weise, wie Bedürfnisse einer Einzelperson erfüllt werden, wirkt sich in Form eines Gefühls von Kompetenz oder Unzulänglichkeit auf die Persönlichkeitsentwicklung aus. Dies wiederum motiviert ihre Verhaltensweisen und ihr Handeln.

Die acht Stadien nach Erikson lauten wie folgt:

  • Stadium 1 – früheste Kindheit: Urvertrauen vs. Urmisstrauen
  • Stadium 2 – Kleinkindalter: Autonomie vs. Scham und Zweifel
  • Stadium 3 – frühe Kindheit: Initiative vs. Schuldgefühl
  • Stadium 4 – spätere Kindheit: Selbstwirksamkeit vs. Minderwertigkeitsgefühl
  • Stadium 5 – Jugendalter: Identität vs. Identitätsdiffusion
  • Stadium 6 – frühes Erwachsenenalter: Intimität und Solidarität vs. Isolation
  • Stadium 7 – Erwachsenenalter: Generativität vs. Stagnation
  • Stadium 8 – spätes Erwachsenenalter: Ich-Integrität vs. Verzweiflung
generativity vs stagnation

Eriksons siebtes Stadium der psychosozialen Entwicklung

Das siebte Stadium der psychosozialen Entwicklung wird dem mittleren Lebensabschnitt zugeordnet, also einem Alter von 40 bis 64 Jahren. In dieser Phase streben Erwachsene danach, einen bleibenden Eindruck für die Nachwelt zu hinterlassen, indem sie einen Beitrag für die Gesellschaft leisten oder den jüngeren Generationen einen Mehrwert bieten. Dies ergibt sich aus dem Wunsch, nützlich zu sein, ein Vermächtnis zu hinterlassen, etwas zu bewirken oder der Gesellschaft etwas zurückzugeben.

Beispiele für Generativität sind etwa die Erziehung von Kindern und der Aufbau und die Pflege von Beziehungen. Sie kann außerdem durch Coaching, ehrenamtliche Tätigkeiten oder dadurch bekundet werden, dass man der Gemeinschaft etwas zurückgibt. Erwachsene können auch durch ihre kreativen oder beruflichen Leistungen ihre Generativität zum Ausdruck bringen.

Vorteile von Generativität

Wenn ein Mensch ein zweckorientiertes Leben führt – indem er mit der Außenwelt interagiert und bedeutungsvolle Beziehungen knüpft –, entwickelt er eine positive Selbstwahrnehmung seiner Generativität.Dann sieht er auch, dass sein Leben eine Bedeutung hat und dass er einen Beitrag für der Welt leistet.

Laut Psychology in Action profitieren Erwachsene von der Generativität, gleichzeitig haben auch andere Menschen einen Nutzen davon. Mehrere Studien zeigen, dass es sich auf die Gesundheit auswirkt, wie generativ eine Person sich selbst wahrnimmt.

Erwachsene, die sich gebraucht und nützlich fühlen, haben:

  • weniger ausgeprägte Depressionen oder Angstzustände
  • ein intensiveres Empfinden von Glück und Zufriedenheit
  • eine bessere Gesundheit und ein größeres Wohlbefinden
  • ein geringeres Risiko für körperliche Erkrankungen
  • eine höhere Lebenserwartung

Risiken von Stagnation

Wenn eine erwachsene Person sich nützlich fühlt, erfährt sie Stagnation oder ein Gefühl der Bequemlichkeit.

Eine Person, die stagniert, zeigt Anzeichen

  • einer Abkoppelung von der Gemeinschaft/ Gesellschaft
  • von Unproduktivität
  • einer mangelnden persönlichen Weiterentwicklung
  • von egozentrischen Verhaltensweisen
  • von Wechselseitigkeit („eine Hand wäscht die andere“)

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Generativität und Stagnation am Arbeitsplatz

Generativität kann sich beträchtlich auf den Arbeitsplatz und berufliche Laufbahnen auswirken. Das liegt daran, dass der Arbeitsplatz den idealen Rahmen für Coaching und Wissensaustausch bietet. Darüber hinaus vermitteln erfüllende Aufgaben und das Gefühl, einen Beitrag zu leisten, das Erfolgserlebnis, tatsächlich etwas erreicht zu haben. Außerdem kann Generativität die Produktivität und das persönliche Wachstum eines Menschen fördern.

An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass Unternehmen bei neuen oder jungen Mitarbeitenden keine generative Einstellung voraussetzen sollten. Personen, die noch dabei sind oder auf dem Weg sind, ihre Fachkenntnisse zu erweitern, und gleichzeitig versuchen, ihre familiären Verantwortungen unter einen Hut zu bringen, haben es schwer, eine Führungsrolle zu übernehmen. Stattdessen sollten Unternehmen bei Arbeitnehmenden mittleren Alters, die in ihrer beruflichen Laufbahn bereits ein hohes Kompetenzniveau erreicht haben, Generativität anstreben und diese fördern.

Vorteile von Generativität am Arbeitsplatz

Generativität am Arbeitsplatz kann zu mehr Motivation, Arbeitsautonomie und Produktivität führen. Sie kann den Wunsch nach Wachstum und nach immer anspruchsvolleren Aufgaben vorantreiben. Sie schafft ein erfüllendes Erfolgserlebnis bei der Arbeit und Zufriedenheit mit der beruflichen Laufbahn. Mitarbeitende sind zufriedener, wenn sie sich in Coaching-Programmen engagieren. Das Coaching hilft ihnen dabei, ihren Purpose zu finden, sich beruflich weiterzuentwickeln und befördert zu werden.
Auch Unternehmen profitieren davon, wenn sie Generativität und ein positives Mindset in Bezug auf Coachings fördern. Studien zeigen, dass 91 % der Mitarbeitenden in Coaching-Programmen mit ihrer Arbeit zufrieden sind. Mitarbeitende in Coaching-Programmen sind positiver gegenüber ihren Unternehmen eingestellt und neigen seltener dazu, ihren Job zu kündigen. Die Unternehmensbindung bei Mitarbeitende in Coaching-Programmen ist 50 % höher als bei Mitarbeitenden, die nicht an einem Coachings-Programm teilnehmen.

Risiken von Stagnation am Arbeitsplatz liegen 50 % höher

Im Gegensatz dazu kann Stagnation Unternehmen schaden. Sie kann zu chronischer Bequemlichkeit, Unproduktivität, hoher Fluktuation und beruflichem Stillstand führen.

Beispiele für Stagnation am Arbeitsplatz:

  • mangelnde Kollaboration
  • mangelndes Growth Mindset
  • nachlassende Produktivität
  • Spannungen mit Teammitgliedern oder Führungskräften

Auch wenn Unternehmen annehmen, dass eine stagnierende Person keine generatives Mindset besitzt, muss dies nicht zwangsläufig der Fall sein.

Denken Sie daran, dass jedes Individuum in jeder Phase seines Lebens Situationen erlebt, in denen seine mentalen Bedürfnisse mit den Bedürfnissen der Gesellschaft im Konflikt stehen. Auf welche Art und Weise auf diese Bedürfnisse eingegangen wird, wirkt sich auf die Entwicklung der Individuen aus, was wiederum ihre Verhaltensweisen motiviert. Ein Unternehmen kann also selbst Konflikte verursachen und daran scheitern, eine Lösung zu finden. Auf diese Weise kann auch ein Unternehmen zur Stagnation am Arbeitsplatz beitragen.

Die Stagnation der beruflichen Laufbahn kann folgende Ursachen haben:

  • Mitarbeitende konzentrieren sich zu sehr auf die Erwartungen des Unternehmens
  • unzureichendes Coaching
  • mangelndes Feedback
  • mangelnde Kommunikation darüber, welchen Einfluss Mitarbeitende auf das Unternehmen haben
  • repetitive Aufgaben und Pflichten
  • geringe berufliche Weiterentwicklung
  • keine Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung

Fördern eines generativen Mindsets am Arbeitsplatz

Die gute Nachricht ist, dass Sie Stagnation in den beruflichen Laufbahnen der Mitarbeitenden überwinden und ein generatives Mindset am Arbeitsplatz fördern können. Mehr Autonomie bei der Arbeit, regelmäßiges Feedback, Wertschätzung und Innovation sind gute Ansatzpunkte hierfür. Coaching-Programme und Programme zur beruflichen Weiterentwicklung können das Gefühl, etwas geleistet und beigetragen zu haben, sowie die Jobzufriedenheit verstärken. Darüber hinaus können von Unternehmen geförderte Coaching-Programme und Beiträge für die Gemeinschaft den Wunsch nähren, auch selbst etwas geben zu wollen.

Durch Leadership-Coachings lernen Führungskräfte und Teamleads, wie sie ihre Mitarbeitenden effektiv führen. Eine starke Coaching-Kultur fördert ein generatives Mindset und bietet Unternehmen durch höhere Produktivität, höheres Engagement und höhere Mitarbeiterbindung viele Vorteile.

CoachHub bietet digitales Coaching an, mit dessen Hilfe aus durchschnittlichen Führungskräften herausragende Leader werden. Unsere Coachings unterstützen Ihr Führungsteam dabei, die Qualitäten von herausragenden Führungskräften zu entwickeln und Ihr Unternehmen grundlegend zu transformieren. Erfahren Sie, wie unser On-Demand-Coaching Ihnen dabei helfen kann.

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